Fischerhafen in Puerto de la Cruz

Mai 28, 2008

Die Ruhe des heutigen Fischerhafens täuscht über die Dynamik und die Bedeutung, die er in der Vergangenheit für die Stadt und für das Wirtschaftsleben der ganzen Insel besaß, hinweg. Der Ursprung und die Entwicklung von Puerto de la Cruz ist bis Anfang 19. Jahrhundert fast ausschließlich mit den Hafenaktivitäten verknüpft, die laut einigen Historikern schon vor der Stadtgründung bestanden.

Der Bau der Hafenanlage folgte der Notwendigkeit, für die Kommerzialisierung der Agrarerzeugnisse aus La Orotava einen Zugang zum Meer zu schaffen. Der Cabildo (Inselrat) von Teneriffa stimmte dem 1506 zu, wenngleich sich der Hafen anfänglich nicht an seinem derzeitigen Platz befinden sollte, sondern an der Mündung des Barranco de San Felipe (in der heutigen Zone Playa Jardín); später hieß er „Puerto Viejo“. Der nur dürftig ausgestattete Hafen wurde für den Export von Zucker, Getreide und Fisch benutzt, und gleichzeitig für die Löschung von Waren und Manufakturartikeln aller Art. In dieser anfänglichen Blütezeit wurden 80% aller Exporte des Archipels über den Puerto Viejo abgewickelt, so dass ihm Felipe IV. die Auszeichnung „Llave de la Isla“ (Schlüssel zur Insel) verlieh. Doch die unzureichenden Konditionen des Standorts von Puerto Viejo machte die Suche nach einem neuen erforderlich und aus dieser Initiative tauchte der „Puerto Nuevo” (der heutige Fischerhafen) auf, was in bedeutender Weise auf die urbanistische Entwicklung der Stadt Einfluss nahm.

Während der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts kam dem Handel von Rohrzucker die größte Bedeutung zu, doch schon in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts übernahm die Kommerzialisierung des Weins die führende Rolle in der Entwicklung des Handels und damit auch des Wachstums von Puerto de la Cruz.

Fast 200 Jahre lang konnte die Hochkonjunktur aufrechterhalten werden, doch gegen Ende des 17. Jahrhunderts begann der Niedergang aufgrund der Verluste der Kolonialmärkte von Portugal und England, der Konkurrenz der italienischen Weine und dem spanischen Sherry, den hohen Steuern und Gebühren, die den insularen Weinen im Laufe ihrer Kommerzialisierung auferlegt wurden, sowie ein Umschwung der Nachfrage zu Produkten geringerer Qualität.

Trotz allem blieb die Mole von Puerto während des 18. Jahrhunderts eins der dynamischsten Hafenzentren des Archipels und zusammen mit dem von Santa Cruz das wichtigste von Teneriffa.

Anfang 1723 wurde, im Rahmen der von der spanischen Krone verordneten Zentralisierung von Handel und Häfen, die Comandancia General nach Santa Cruz verlegt, mit dem Ziel, den gesamten Seeverkehr des Archipels dort zu konzentrieren, was bedeutende ökonomische Konsequenzen für die Siedlungen an den anderen Häfen mit sich zog. Dieser Zentralismus blockierte jegliche Initiative zur Potenzierung anderer Hafenorte und die schweren Folgen dieser Strukturpolitik haben sich bis in unsere heutige Zeit ausgewirkt.

Im Verlauf der Jahre hat sich der Nutzen der Mole von Puerto immer mehr auf die Fischerei beschränkt, doch es wird geplant, die Hafenanlage 2007 zu erweitern. Das Ziel des Projektes ist die Dimension eines Fischer-/Sporthafens zu erschaffen, innerhalb des Projektes des zukünftigen Parque Maritimos, der ihn mit der Zone Playa Jardín verbindet.

Dieser historische Rückblick auf die Rolle, die der Hafen in der Gründung und Entwicklung der Stadt spielte, zeigt uns klar, wie dieser Ort als privilegierter Zeuge die wichtigsten Ereignisse von Puerto de la Cruz miterlebte. Von der wirtschaftlichen Blütezeit bis zu der jüngeren Geschichte des Fischerhafens hat sich uns die Mole von Puerto immer als ein sehr spezieller Ort präsentiert. Als Bühne träumerischer Erinnerungen inspirierte sie berühmte Reisende wie Marianne North, Olivia Stone, Elizabeth Murray und viele andere die gegen Ende 19. Jahrhundert bei ihren Spaziergängen ins Verzücken gerieten.

Hier befindet sich der improvisierte Treffpunkt der „Portuenses“, ein Ort, an dem man aufs Meer schaut und sich in seinen Gedanken verliert, Markt von Meersfrüchten, natürliches Territorium für die Einschiffung der Virgen del Carmen während der Schutzpatronfeste, traditionelles Terrain für Angelfreunde oder einfach ein Versteck für Kinder. Worin sich alle einig sind: es ist ein Ort, an dem man immer wieder zurückkehrt, an dem man es bei der Erledigung seiner Alltagsangelegenheiten immer schafft, vorbeizukommen, der Ort, an dem der Tourist ins Entzücken gerät und sich im Klang der Wellen verliert.

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Puerto de la Cruz

Mai 28, 2008

In Puerto de la Cruz findet man die Annehmlichkeiten eines Touristenortes mit der Authentizität des kanarischen Alltags in Harmonie vereint. Obwohl die Stadt Puerto de la Cruz schon vor über hundert Jahren die ersten Feriengäste beherbergte und der gesamte Kanarentourismus hier seinen Anfang nahm, ist der Alltag in Puerto de la Cruz nicht in erster Linie vom Tourismus bestimmt. Das ganz normale kanarische Leben existiert in Puerto de la Cruz größtenteils unberührt neben den großen Hotels, den Restaurants und den Urlaubern aus aller Welt.

Auch wenn sich im äußeren Ring der Stadt Puerto de la Cruz etliche Bausünden in Form von Hotelsilos aus den 70er Jahren finden, hat sich der alte Stadtkern von Puerto de la Cruz mit seinen Kolonialbauten und Befestigungsanlagen den typisch kanarischen Charme erhalten. Die Stadtverwaltung bemüht sich nach Kräften, Puerto de la Cruz in geschmackvoller und passender Weise weiter zu verschönern. So wurden die alten Befestigungslagen von Puerto de la Cruz restauriert und mit Originalkanonen aus der Kolonialzeit verziert. Das alte Zollhaus am Hafen von Puerto de la Cruz wurde stilgerecht wieder hergerichtet, fast die gesamte Altstadt von Puerto de la Cruz ist Fußgängerzone und vom Hafen zieht sich eine lange Promenade bis zu den berühmten Martiánezbädern und dem gleichnamigen Strand hin. Die Plaza del Charco bei dem kleinen Fischerhafen ist der Dreh – und Angelpunkt des Stadtlebens von Puerto de la Cruz. Hier treffen sich alle – Einheimische und Touristen, Jung und Alt – um in den umliegenden Bars, Eiscafés und Restaurants Kaffee zu trinken und Tapas zu essen oder einfach nur auf den Bänken unter den hohen, schattigen Bäumen zu sitzen und dem bunten Treiben zuzuschauen. Für die Kleinsten gibt es hier auch einen schönen Spielplatz.

Mehrmals im Jahr ist diese Plaza auch Mittelpunkt von Fiestas und Konzerten und im Karneval zieht am Aschermittwoch der Trauerzug mit der riesigen Pappmaschee-Sardine vorbei, die dann im Hafen feierlich verbrannt und mit einem großen Feuerwerk verabschiedet wird. In der ausgedehnten Fußgängerzone von Puerto de la Cruz neben der Plaza del Charco kann man ausgiebig bummeln und shoppen gehen. Dort findet man auch auf der Plaza de la Iglesia neben der Kirche Nuestra Señora de La Peña einen weiteren wunderschönen, parkähnlich gestalteten Platz mit einem Schwanenbrunnen – eine Oase der Ruhe inmitten des geschäftigen Treibens. Puerto de la Cruz hat einige der schönsten und interessantesten Touristenattraktionen der Insel zu bieten. Die bekannteste ist der Loro Parque, ein Tier – und Pflanzenpark am westlichen Stadtrand, der auf zwölf Hektar die weltweit größte Papageiensammlung, ein großes, einzigartiges Pinguinarium und viele weitere exotische Tierarten beherbergt, unter anderen Delfine, Seelöwen, Alligatoren, zahlreiche Fischarten, eine Jahrhunderte alte Schildkröte, Tiger, Haie, Gorillas, Schimpansen, Jaguare und Flamingos. Der knallgelbe Loro-Parque-Zug bringt Besucher von einer Haltestelle nahe den Martiánezbädern (gegenüber von McDonalds) kostenlos zum Park. Ein weiterer Anziehungspunkt ist der Swimmingpoolkomplex Costa Martiánez. Diese von dem berühmten kanarischen Künstler César Manrique gestaltete Badelandschaft lockt mit mehreren großen Schwimmbecken, Wasserfontänen und einer neuartigen Beleuchtung, für die viele Kilometer Glasfaserkabel verlegt wurden. Ein paar Meter weiter befindet sich der dunkle Sandstrand Playa Martiánez.

Ein zweiter Strand liegt auf der anderen Seite der Innenstadt von Puerto de la Cruz. Die Playa Jardín, der Gartenstrand, wurde ebenfalls von dem Landschaftskünstler Manrique gestaltet. Dieser Strand hat neben Bars, Cafés, sanitären Einrichtungen, einem Spielplatz und Beachvolleyballplätzen auch über 17.000 Quadratmeter Gartenfläche und einen künstlichen Wasserfall zu bieten.

Etwas außerhalb von Puerto de la Cruz zwischen der Autobahnausfahrt El Botanico und dem Ortseingang befindet sich die Bananera El Guanche, eine Anlage aus Bananenplantagen und Gärten. Ein Stück weiter findet man im gleichnamigen Stadtteil den botanischen Garten, Jardín Botánico, der 1788 begründet wurde und eine große Vielfalt von einheimischen und exotischen Pflanzen vereint. Oberhalb der Innenstadt gibt es den Parque Taoro, eine üppige Park – und Gartenanlage, in dem sich bis vor kurzem auch das Casino befand. Von dort bietet sich ein schöner Ausblick über die Stadt und das Meer. Nicht zuletzt ist Puerto de la Cruz Ausgangspunkt für Ausflüge in alle Teile der Insel, die man von zahlreichen Reisebüros aus buchen kann.

Alle Wege führen nach Puerto. Im Norden der Insel an der Autobahn TF-5 gelegen, ist die Stadt schon von weitem gut ausgeschildert. Vom Süden kommend fährt man sowohl mit dem Bus als auch mit dem Auto am besten über die Inselhauptstadt Santa Cruz. Mit dem Auto umgeht man die Stadt selbst, indem man schon bei Santa María del Mar nach Norden abbiegt. Innerhalb von Puerto de la Cruz ist der Weg zu Anziehungspunkten wie Playa Jardín und Loropark beschildert.

Ist man mit dem Bus unterwegs, nimmt man von Santa Cruz aus die Linien 102 oder 103, schnelle Direktverbindungen, die jede halbe Stunde nach Puerto de la Cruz fahren. Auch von jedem anderen Ort im Norden aus gibt es Busse nach Puerto de la Cruz. Vom zentralen Busbahnhof in Puerto de la Cruz aus geht man ein oder zwei Querstraßen bergab Richtung Meer und wendet sich dann nach rechts. So erreicht man nach wenigen hundert Metern die Plaza del Charco und kann von dort aus die Altstadt erforschen. Geht man vom Hafen aus durch die kleine Gasse Las Lonjas trifft man auf die Casa Aduana, die die Tourist-Info beherbergt. Hier erhält man einen Stadtplan mit den Sehenswürdigkeiten und weiteren nützlichen Tipps für die ersten Tage in Puerto de la Cruz.

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Kanarische Spezialitäten

Mai 28, 2008

In kleinen Restaurants oder Bars kann man kanarische Spezialitäten kosten, wie den gofio. Gerösteter Weizen, Gerste oder Mais wird dazu mit Milch, Wasser und ein wenig Salz angerührt. Das Gericht wurde zum traditionellen Grundnahrungsmittel der kanarischen Bauern.

Aber auch viele andere einheimische Spezialitäten sollte man sich nicht entgehen lassen: Fleisch und Fisch, der immer hervorragend und frisch ist, Ziegenkäse und köstliche Desserts. Zu den begehrtesten Fischgerichten gehören die großen Krabben vom Grill und der sancocho, der mit Kartoffeln oder Hülsenfrüchten serviert und mit mojo, einer pikanten Tunke aus Öl, viel Knoblauch, Pfefferschote, Essig, Paprika und Salz angerichtet wird. Je nach Zubereitung gibt es die mojo als rote mojo rojo (auch mojo picón genannt) mit meist scharfem Paprika oder als grüne mojo verde. Diese ist mit Koriander und Avocados angerichtet und schmeckt etwas lieblicher.

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Piedras del Teide

Mai 28, 2008

Die berühmten „Piedras del Teide“ aus Kakao, Mandeln und Zucker sind eine der süssesten Erinnerungen an Teneriffa.

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Productos de la Tierra

Mai 28, 2008

In einem alten Haus aus dem 18. Jahrhundert das im Herzen von Puerto de la Cruz inmitten des Orotavatals gelegen ist, hat sich das Familienunternehmen Productos Canarios auf den Verkauf von inseltypischen Produkten an die Gastronomie spezialisiert. Weine, typische Liköre, Mojos und Gofio sind lediglich wenige kulinarische Beispiele aus der traditionellen Küche, die angeboten werden.

Productos de la Tierra
C/ Santo Domingo, 7
38400 Puerto de la Cruz
Tel. 0034 922 38 55 71
http://www.productoscanarios.net

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Kanarische Gastronomie

Mai 28, 2008

Die kanarische Gastronomie ist zweifellos ein gutes Beispiel, wie man geschickt Moderne und Tradition miteinander kombiniert, und bietet dem Gast eines Restaurants, in dem kanarisches Essen angeboten wird, eine grosse Auswahl an.

Die Besucher sind oftmals überrascht, so viele verschiedene Geschmacksrichtungen vorzufinden, die aus der reichen Vielfalt der Pflanzen entspringen. Das ist ein Ergebnis des exzellenten Klimas zusammen mit der reichen Auswahl an Fleisch und Fisch.

Vorspeisen

Das Angebot an Vorspeisen der kanarischen Küche ist sehr vielseitig und besteht oftmals einfach nur aus einer Portion weißer Ziegenkäse mit Oliven. Denn der kanarische Käse hat sein Prestige aus alten Zeiten wiedererlangt und bei den letzten internationalen Milchproduktmessen bedeutende Preise gewonnen. Der Käse kann gereift sein oder geräuchert, doch am liebsten isst man ihn hier frisch, dann ist er angenehm mild für den Gaumen, und bekommt dieses gewisse „etwas“, das ihn vom europäischen Ziegenkäse abhebt.

Weitere berühmte Vorspeisen sind die traditionellen „chicharrones”, knusprig geröstete Schweineschwarten, oder die „morcilla dulce” (süße Blutwurst) mit Trockenfrüchten und Rosinen. Aus dem Meer gibt es Sardinen, gebratene Stachelmakrelen, Garnelen, Napfschnecken oder geschmorte Krake.

„Potajes, Pucheros, Sopas“

„Potajes“ sind Eintöpfe und oft das wichtigste Gericht auf dem kanarischen Speiseplan; sie werden normalerweise aus Gemüse bzw. Kürbis, Zucchini, Kresse und Kohl gemacht.

Der „puchero canario” ist das kanarische Gericht par Excellenze und hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Kichererbseneintopf. Er wird auf einer schönen Platte serviert, mit einer Vielzahl an geschmortem Gemüse wie Kürbis, Kohl, Zucchini oder Chayote, zusammen mit Kartoffeln (leicht gelb durch den Farbstoff), Maiskolben, Kichererbsen, Fleisch und Chorizo (luftgetrocknete Paprikawurst).

Dazu wird Koreander-Mojo gereicht.
Zu den traditionellen Suppen zählen Reissuppe mit Fisch und „Sopa verde” mit Rühreiern, Kartoffeln, Petersilie und Brot.

Fischgerichte

Nach dem gastronomischen Kritiker Xavier Domingo besitzt der kanarische Fisch einen exzellenten Geschmack und er steht den berühmten Erzeugnissen aus dem Kantabrischen Meer in nichts nach. Er wird oft einfach nur gekocht oder angebraten und mit Öl, Essig und scharfem Paprika (Paprikaschote) zubereitet, oder auch mit Grünem Mojo mit Koreaner oder Mojo picón serviert.

Einer der von den Canarios meist geschätzten Arten ist der Papageifisch mit seinem weißen und delikaten Fleisch, aber auch der Bocinegro, die Rotbrasse, der Goldstriemen, Makrele, Sardine und die Stachelmakrele sind sehr beliebt. Experten empfehlen unbedingt einmal Muräne zu probieren, knusprig gebraten; sie gehörte einst zum Leibessen der römischen Imperatoren.

Beachtung verdient außerdem die traditionelle „cazuela de pescado” aus frischem oder gebratenem Fisch (für gewöhnlich Cherne oder Zackenbarsch), der mit Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten und Paprika zubereitet wird. Dazu gibt man gerne Gofiobrühe in das Geschmorte hinzu.

Gofio als begleitende Zutat

Der Gofio, Symbol der kanarischen Küche, wird aus unterschiedlichen Arten von Getreide hergestellt, das geröstet und gemahlen wird und ein feines Vollwertmehl ergibt. Einst war der Gofio das Grundnahrungsmittel der Guanchen (vorspanische Einwohner der Kanaren), die ihn mit Steinmühlen zubereiteten.

Heute wird er zu diversen Gerichten gereicht und neuerdings auch zu Nachspeisen, Speiseeis und Turrón. In Zeiten der Lebensmittelknappheit war er nicht wegzudenken und kanarischen Emigranten brachten ihn auch nach Amerika.

Auf Teneriffa wird er meistens aus Weizen bevorzugt, obwohl es ihn hier auch aus Mais gibt oder einer Mischung aus beidem. Er wird gewöhnlich zum Frühstück verzehrt, womit der Getreidebedarf abgedeckt wird.
Fleischgerichte

Unter dem Kapitel der Fleischgerichte möchten wir zwei Gerichte hervorheben: Zicklein und „conejo en salmorejo” (mariniertes Kaninchen), die so wie die meisten Fischgerichte mit unseren „papas arrugadas“ (kanarische Kartoffeln) serviert werden. Sehr traditionell ist auch das so genannte „carne de fiesta”, das aus gepökelten Schweinefleischwürfeln zubereitet wird. Man nennt es so, weil es das typische Gericht an Volksfesten ist, wo es in Gasthäusern, die außerhalb der Stadt an der Strasse stehen, und Bars während der Schutzpatronfeste und Jahrmarktveranstaltungen gegessen wird.

„Las papas“

„Papa” ist der original amerikanische Begriff der Kartoffel, wie sie die Kanaren erreichte, bevor sie sich auf der Iberischen Halbinsel und im restlichen Europa ausbreitete.

Traditionell werden die so genannten „papas arrugadas” ungeschält und mit viel Salz gekocht. Die Kartoffelsorten der Insel besitzen eine Qualität, die in anderen Breitengeraden keines gleichen findet. Es gibt sie in vielen Größen, Texturen und Farben, doch am meisten geschätzt sind die „bonitas” (dicht, süß und sehr schmackhaft) sowie die „negras”, häufig außen dunkel und innen gelb, butterweich und unglaublich lecker.

Die papas werden auch schon mal geschält gekocht, mit Farbstoffen oder Petersilie, oder im Ofen bzw. in der Glut gegart.

„Los Mojos“

„Mojo” ist ein Word aus dem Portugiesischen und bezeichnet typisch kanarische Saucen. Die bekanntesten Mojos werden aus Koriander gemacht, auch Mojo Verde genannt, der rötliche mit Páprika und der Mojo Picón auf der Basis von Pfeffer. Es gibt sehr viele verschiedene Mojos, und zu ihrer Zubereitung werden oft Safran, Käse und Mandeln verwendet.

Konditoreiwaren

Die kanarische Konditorei ist sehr abwechslungsreich wegen der vielen Einflüsse, welche die Kanaren im Laufe ihrer Geschichte durch die unterschiedlichen Völker, die hier auf ihrer Reise zu einem anderen Kontinent Halt machten, erfahren haben. Einen ganz besonderen Geschmack haben die so genannten „huevos moles”, sie werden aus Eigelb und Sirup gemacht; der „frangollo” ist portugiesischen Ursprungs und stellt eine Kombination aus Inselhonig und Maismehl dar; „bienmesabe” und die „leche asada” sind weitere herausragende Desserts der Insel.

Neben diesen Nachspeisen lohnt es sich auch, einmal die „Truchas“ aus Bataten und Mandeln zu probieren, die traditionellen „rosquetes“ aus La Laguna oder den Kuchen aus Vilaflor.

Viele dieser Süssspeisen kann man mit einem Schuss Palmenhonig verfeinern, der auf La Gomera durch das Kochen des Guarapos (Saft, der aus der Krone der Palme gewonnen wird) zubereitet wird.

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