Was kostet eigentlich Fernsehwerbung

Juni 7, 2008

Die Zeiten der Hochpreispolitik in der Werbung sind wohl vorüber, die meisten Fernsehsender haben ihre Sätze um über 20 % gesenkt.

Ein 30 Sekunden-Spot etwa in der ersten Werbeunterbrechung von „Millionär“ kostet 60′000 Euro. Die Kosten für die Schaltungen werden an den Einschaltquoten orientiert, fallen diese, fallen auch die Werbepreise. Interessant ist in diesem Zusammenhang nicht die absolute Einschaltquote, sondern die unter der begehrten, kaufkräftigen Altergruppe zwischen 14 und 49 Jahren. Auf diese Weise bestimmt die Werbung kräftig und gnadenlos bei der Programmgestaltung mit. Werbespots während der Formel-1 Übertragung, der attraktivsten Sendezeit kosten etwa 150′000 Euro.

Deutlich günstiger sind die Werbeschaltungen in den öffentlich-rechtlichen Sendern, die nur vor 20 Uhr Werbung senden dürfen. Die Privatsender versuchen schon lange, den auch durch Rundfunkgebühren finanzierten Sendern der ARD und dem ZDF diese Einnahmequelle zu nehmen, bislang jedoch ohne Erfolg. Man kann in den dritten Programmen im Vorabendprogramm auch schon ab 1500 Euro Spots (30 Sekunden) schalten, beim ZDF liegen die Preise je nach Platzierung zwischen 3600 und 42′600 Euro. Die Bandbreite der Möglichkeiten ist also recht gross.

Die Preise in der Schweizer TV-Landschaft sind – an TKPs (Tausenderkontaktpreis) gemessen, in etwa doppelt so teuer.

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Inserate erfolgreicher gestalten

Juni 7, 2008

Damit Ihre Anzeigenwerbung erfolgreicher ist, als bisher und vielleicht zukünftig erfolgreicher als die Anzeigenwerbung Ihrer Mitbewerber erfahren Sie hier entscheidene Tricks bei der Anzeigengestatltung oder zur Anzeigenschaltung. So einfach diese auch klingen, sie sind trotzdem äusserst effektiv. Sozusagen „Simplify your ad”:

1. Auffallen um jeden Preis

Die Gestaltung der Kleinanzeige muss so auffällig sein, dass der Leser mit dem Auge hängenbleibt.
Ein Eye-Catcher eben. Denn nur wenn Ihre Anzeige dem Zeitungsleser auffällt wird sie ggfs. gelesen. Eine
Anzeige die nicht auffällig ist, hat einfach verloren.

2. Weniger ist mehr

Ihre Anzeige sollte nicht durch Grösse
auffallen. Es ist bekannt, dass eine doppelt so grosse Anzeige eben nicht doppelt so viel Resonanz erzielt. Leider. Nutzen Sie darum weniger Anzeigenraum und
schalten Sie mit den gesparten Schaltkosten, die gleiche Anzeige lieber ein zweites Mal.
Das kann durchaus auf der selben Seite oder in der selben Ausgabe erfolgen. Dies ist effektiver.

3. Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung

Was bei Spielfilme im Fernsehen den Zuschauer nervt, ist bei Kleinanzeigen genau richtig. Klein-
anzeigen werden erst nach einiger Zeit wirklich genutzt. Der Mensch ist nunmal ein sehr träges Wesen.
Schalten Sie darum öfters und in regelmässigen Abständen, z.B. für 3 Monate im Rhythmus
von 2 Wochen. Das Optimum ist natürlich die wöchentliche Schaltung über 12 Monate.

4. Keine Anzeige ohne Coupon

Ab einer gewissen Anzeigengrösse (ca. 45qcm) sollten Sie einen Antwort-Coupon mit in die Anzeige integrieren. Mit diesem Coupon steht Ihnen ein Kontrollinstrument, zur Verfügung, um die Effektivität der Anzeige zur prüfen.

Geprüft werden können, das Anzeigenlayout, das beworbene Angebot oder Produkt, das Anzeigenmedium, also die Zeitung oder Zeitschrift usw. Wenn die Resonanz nicht befriedigend ausfällt, müssen Sie sich fragen: Liegt es an der Zeitung? Vielleicht ist eine andere Verlagspublikation besser? Liegt es am Produkt? Haben Sie ein Angebot, das niemand hinter den Ofen hervorlockt? Mit dem Internet besteht alternativ die Möglichkeit eine eindeutige Webadresse (URL z.B. www.IhreFirma.ch/InseratXY.htm) anzugeben, um nach der Anzeigenschaltung die Besucher dieser bestimmten Webseite zu zählen.

5. Gedanken machen

Vor der Anzeigenschaltung steht eine wichtige Aufgabe! Sie müssen sich viele Gedanken machen und viele Fragen beantworten. Fragen Sie sich z.B.:

* Welche Zielpersonen möchten ich ansprechen?
* Wie kann ich die Zielperson begeistern?
* Mit welchem Produkt kann ich mich von der Konkurrenz positiv hervorheben?
* Mit welcher Zeitschrift erreiche ich wohl meine Zielperson/Zielgruppe besonders gut?
* Welche erreichbaren Ziele hat meine Anzeigenwerbung?
* usw.

Je mehr Sie nachdenken und sich die richtigen Fragen beantworten, umso erfolgreicher wird die Umsetzung Ihres Inserates.

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Kleinanzeigen – bringt das noch etwas?

Juni 7, 2008

Auch in Zeiten des Internets sind Kleinanzeigen wichtige Werbeinstrumente. Doch gibt es bei der Gestaltung von Kleinanzeigen viele Details zu beachten:

Versuchen Sie nicht durch die Grösse Ihrer Anzeigen aufzufallen. Den direkten Nutzen hat erst einmal der Verlag, weil er viele Anzeigenmillimeter verkaufen kann. Aber Grösse allein macht keine gute, d.h. responsestarke Anzeige aus. Sicherlich, eine ganzseitige Anzeige ist schon eine feine Sache. Nur wer hat auf dauer das Kapital solche riesige Anzeigenwerbung zu schalten. Vergessen Sie nie – Ihre Anzeige (Tageszeitung) lebt im Normalfall ein paar Stunden. Am Nachmittag bereits liegt die Tageszeitung häufig schon im Papierkorb. Und somit ist die Werbewirkung Ihrer Anzeige Geschichte. Schalten Sie darum lieber häufiger eine kleine Anzeige – diese Strategie können Sie auch mit kleinem Budget durchsetzen.

Anstelle mit schierer Anzeigengrösse aufzufallen erreichen Sie eine gute Auffälligkeit z.B. durch eine aussagekräftige, markante, attraktive Grafik, Zeichnung oder ein emotionales Foto. Polarisieren Sie ruhig. Wenn Sie versuchen es allen recht zu machen, wirkt Ihre Anzeige nicht markant. Natürlich nicht durch „Hässlichkeit“ polarisieren. Vergessen Sie nicht. Die emotionale Assoziationen, die der Betrachter Ihrer Anzeige entwickelt, sollte auf eine hochwertige Anmutung der Anzeigengestaltung beruhen.

Eine weitere hilfreiche Möglichkeit, um sich von der s/w Bleiwüste auf einer Zeitungs- oder Zeitschriftenseite abzuheben ist die Verwendung einer Zusatzfarbe in Ihrer Anzeige.

Oder seien Sie noch attraktiver. Sie können Ihre Anzeige z.B. auf einer Anzeigenseite drei mal verteilt schalten. So ist die Aufmerksamkeit höher, als die Summe dieser Anzeigenmillimeter mit einer einzigen „grosse“ Anzeige.

Vermeiden Sie Auffälligkeit durch Ihren Namen oder Ihr Logo. Mehr Anzeigenraum für das Wesentliche. Welche Information in den Vordergrund muss. Vermeiden Sie es, Ihre Firma zu deutlich in den Vordergrund zu stellen. Die Headline und die grössten Schriften in der Anzeige sollten Ihrem Produkt (Ware/Dienstleistung) bzw. dem Produktnutzen vorbehalten sein. Ebenso kann in einer Kleinanzeige, teilweise muss man sogar, auf den Einsatz Ihres Firmensignets (Logo) verzichtet werden. Corporate Design hin oder her. Anzeigenwerbung mit kleinen Formaten hat nicht das Ziel das Corporate Design Ihrer Firma zu transportieren oder Image bei der Zielgruppe zu bilden.

Anzeigenwerbung für KMU’s soll mögliche Interessenten dazu bewegen, Informationsmaterial anzufordern oder die Internetseiten des werbenden Unternehmens zu besuchen.

Vermeiden Sie Do-it-yourself-Anzeigen. Hässlichkeit und Unprofessionalität verkaufen nicht. Klar kann heute fast jeder mit Word oder CorelDraw eine Anzeige selber gestalten. Das macht aber nicht wirklich Sinn. Genauso gut können Sie zum nächsten Landwirt rennen und sich eine Kuh kaufen. Die Milch die Sie daraufhin selber melken werden und anschließend in der selbstgemachten Zentrifuge zu Butter verarbeiten, schmeckt bestimmt besser, als die Butter vom Supermarktdiscounter. Bestimmt (ist ja selbstgemacht!). Jedoch verdienen Sie wohl kaum mit der Herstellung von Butter Ihr Geld.

Fragen Sie sich immer, mit welchen Tätigkeiten Sie wirklich Ihren Gewinn als Unternehmer erzielen. Machen Sie das, was Sie wirklich können und was Ihnen schnell und leicht von der Hand geht. Investieren Sie lieber etwas von Ihren Erträgen in eine hochprofessionelle Lösung für Ihre Anzeigenwerbung. Das zahlt sich mehr aus.

Vermeiden Sie Hau-Ruck-Anzeigenschaltungen. Ohne Strategie kann das Response-Ergebnis nur ein Desaster sein. Wenn Sie die Notwendigkeit als Unternehmer verspüren, Ihre Leistungen mit Hilfe von Anzeigenschaltungen in den Printmedien Ihrer Zielgruppe näher zu bringen, sind viele strategische Überlegungen nötig. Welche Leistung wollen Sie konkret bewerben? Wodurch können Sie Ihre Zielgruppe begeistern und sich positiv von den Mitbewerbern unterscheiden? Welche Schalttermine im Laufe eines Geschäftsjahres eignen sich besonders gut für Ihre Produkte? Welches Ziel möchte Sie mit Ihrer geplanten Anzeigenwerbung erreichen? Welches Werbebudget für Printanzeigen steht Ihnen zur Verfügung? Welche Möglichkeiten haben Sie, um den Erfolg der Anzeige (z.B. Inhalt oder Gestaltung), des Zeitschriftenmediums (richtige Zeitung) oder des Schaltzeitraumes (Vergleichszeitraum) zu überprüfen?

Diese Dinge sollten geklärt werden, bevor Sie Ihr Geld in Printwerbung investieren. Und agieren Sie lieber, als zu reagieren. Eine Anzeige zu schalten, nur weil sich wieder der verkaufsgeschulte Anzeigenberater des örtlichen Verlagshauses bei Ihnen meldet, um eine Sonderbeilage anzupreisen, hat mit strategischem Handeln nichts zu tun.

Effektive Erfolge bei Anzeigenschaltungen werden nur durch perfekte gedankliche Vorbereitung erzielt. Wenn Sie als Werbender sich nicht Gedanken um Ihre Anzeige machen, warum sollte es Ihre Zielgruppe? Überlegen Sie einmal, ob Sie als Leser Ihrer eigenen Anzeige, durch das dort beworbenen Produkt/Dienstleistung, durch den dort aufgeführten Preis, so begeistert sein würden, das Sie vom Sofa aufspringen würden, um umgehend dieses Produkt zu bestellen oder um weitere Informationen anzufordern. Denken Sie mit den Augen Ihrer Käuferschicht. Überlegen Sie, wie Sie sich bei Anzeigenwerbung verhalten. Welche Anzeige spricht sie an? Welchem Unternehmen würden Sie aufgrund der Anzeigenwerbung Vertrauen entgegenbringen? Welche Anzeige ist Ihnen aufgefallen und warum gerade diese Anzeige?

Vermeiden Sie Reaktionslosigkeit. Response kommt von Reaktion. Der Mensch ist ein träges Wesen. Vor allen Dingen wenn er Zeitung auf dem Sofa oder vor dem warmen Kachelofen liest. Darum ist es wichtig dem Leser Ihrer Anzeige genaue Handlungsanweisungen zu unterbreiten. „Rufen Sie jetzt an“ – „Fordern Sie weitere Informationen an“ – „Besuchen Sie jetzt unsere Webseite“.

Unterstützen Sie diese Impulsgeber durch emotionale Bilder. Sicherlich können Sie nicht bei jeder Anzeigengrösse mit einem attraktiven sympathischen Bildmotiv eines Fotos arbeiten. Aber auch eine stilisierte Grafik die zur Ihrer Leistung passt, kann positive Assoziationen, Sympathie und Bedürfnisse wecken. Dies alles trägt dann zu einer Responseaktion bei.

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11 Regeln, die Ihre Werbung erfolgreich machen

Juni 7, 2008

Die Wirksamkeit der Werbung nimmt ab. Der Response auf Werbekampagnen ist oft unbefriedigend. Es hilft nicht zu beklagen, dass Konsumenten mit Werbung und Information überlastet sind. Die Gründe für den Misserfolg liegen oft bei der Werbung selbst: Austauschbare, langweilige Werbemittel und fehlendes Wissen über Kommunikation verhindern den Erfolg. Werbung kann aber auch heute erfolgreich sein, man muss nur wissen, worauf es ankommt.

Regel 1 Schnell kommunizieren

Berücksichtigen Sie, dass Ihre Werbung nur unvollständig wahrgenommen wird. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Kontakt mit der Werbebotschaft fast immer abgebrochen wird. Mit anderen Worten: Nur ein Teil der Werbung wird gelesen. Um Informationen zu vermitteln, stehen nur wenige Sekunden zur Verfügung. Das muss beim Texten und Gestalten von Werbemitteln beachtet werden. Für die Praxis heisst dies: Verdichten Sie Ihre Werbeaussage auf das Wesentliche. Bringen Sie wenig, dafür prägnante Informationen, die sofort erfasst werden.

Regel 2 Mit Bildern kommunizieren

Bildinformationen sind weniger vom Kontaktabbruch betroffen als Textinformationen. Menschen bevorzugen Bilder, da sie eine schnelle und bequeme Informationsaufnahme ermöglichen.

Die Bildkommunikation hat gegenüber der sprachlichen Information folgende Vorteile: Sie wird schneller und leichter aufgenommen, sie aktiviert stärker, sie wird meist als angenehmer empfunden, sie wird vom Empfänger unkritischer „geglaubt“, sie wird besser erinnert.

Mit dem Bild appelliert die Werbung an Wünsche und Bedürfnisse. Bilder sind „gespeicherte“ Gefühle und das wichtigste Mittel um die Werbebotschaft im Gedächtnis zu verankern. Die Konsumenten sind durch Fernsehen, Internet und Kino daran gewöhnt passiv zu schauen und zu erleben. Die Bildkommunikation bestimmt mehr und mehr die Erwartungen an jede Informations*vermittlung – auch an die sprachliche. Beispiele dafür sind Symbole bei der Wettervorhersage oder Grafiken in den Zeitungen. Packen Sie Informationen in kleine Häppchen, die schnell verständlich, aktivierend und unterhaltsam sind.

Regel 3 Informationen hierarchisch vermittelnHier geht es um klare Strukturierung und Gewichtung der Werbebotschaften und Texte: Der wichtigste Teil der Botschaft kommt zuerst, dann der zweitwichtigste, der drittwichtigste usw. So stellen Sie sicher, dass der Leser, die Botschaft in der Reihenfolge aufnimmt, wie Sie es wollen und die der Bedeutung für das Verständnis entspricht. Dies setzt hohe Ansprüche an das Fachwissen der Werbeverantwortlichen. Man kann nicht verhindern, dass Anzeigen nur noch einige Sekunden betrachtet werden. Sie können aber bestimmen, was der Betrachter in diesen wenigen Sekunden aufnimmt. Bereiten Sie Informationen so auf, dass auch der flüchtige Betrachter den Kern der Botschaft und den Firmennamen wahrnehmen kann. Bieten Sie daneben auch vertiefende Informationen für Empfänger, die mehr wissen wollen an.

 

Regel 4 Intensive Reize setzen

Werbung muss beachtet werden und wirken! Verwenden Sie starke und intensive Reize. Beispiele sind: Physisch intensive, grosse, laute Reize und Farben. Emotionale Reize wie Lebensfreude, Vitalität, Familie, Glück. Schlüsselreize, die biologisch vorprogrammierte Reaktionen auslösen wie Erotik und Kinder. Überraschende Reize, die gegen übliche Vorstellungen verstossen wie aufwärtsfliessendes Wasser, roter Schnee, falsche Perspektiven.

Regel 5 Innere Bilder aufbauen

Versuchen Sie beim Empfänger ein „inneres Gedächtnisbild“ Ihrer Firma aufzubauen, indem Sie Bilder verwenden, die an Schemavorstellungen appellieren. Diese werden so in der Erinnerung mit Ihrem Unternehmen verknüpft (Beispiel Freiheit und Abenteuer bei Marlboro). Benutzen Sie dazu einzigartige und keine austauschbaren Bilder, die zu Verwechslungen führen. Fügen Sie für erinnerungsstarke Bilder klar unterscheidbare Details ein und stellen Sie Ereignisse in Bildern interaktiv dar wie z.B.: Der Hund jagt die Katze. Statische Bilder werden weniger stark erinnert. Aktivität und Dynamik verschaffen einem Bild mehr Beachtung und bessere Erinnerung.

Regel 6 Werbung muss gefallen

Es ist nicht allein die Werbebotschaft, die über den Erfolg entscheidet, sondern ebenso die gefällige und unterhaltsame Aufmachung der Werbung. Form ist oft wichtiger als der Inhalt oder: Gefallen geht über Verstehen. Werbung muss vom Empfänger akzeptiert werden. Negativ auf die Akzeptanz wirken sich aus: Vordergründiges und aufdringliches Argumentieren, Hinweise auf unliebsame Konsequenzen, die eintreten, wenn man die beworbene Leistung nicht nutzt, peinliche oder geschmacklose Aktivierungsanreize.

Regel 7 Emotional konditionieren

Wenn Sie Ihre Angebote wiederholt zusammen mit emotionalen Reizen darstellen, werden diese emotional erlebt und erhalten einen emotionalen Erlebniswert. Stellen Sie Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit, Vitalität, Lebensfreude usw. als emotionale Reize (Bilder) dar, die auf Ihre Zielgruppe abgestimmt sind und nicht bereits von der Konkurrenz eingesetzt werden. Emotionale Konditionierung braucht Zeit und muss kontinuierlich aufgebaut werden: Verwenden Sie starke Reize. Stellen Sie Reiz und Angebot gleichzeitig dar. Verwenden Sie immer die gleichen Reize und wiederholen Sie diese oft.

Regel 8 Frequenztechniken einsetzen

Werbebotschaften werden nur gelernt und erinnert, wenn Sie wiederholt werden. Einmal ist keinmal! Je öfter Sie die Werbung schalten, um so grösser ist die Chance, dass sie beachtet wird.

Die optimale Wiederholungszahl kann nicht so einfach bestimmt werden. Sie hängt von Grösse und Form der Werbung und vom Werbeumfeld ab. Werbung mit starker Botschaft und guter Gestaltung benötigt weniger Schaltungen, um Wirkung zu erzielen: So liegt der Erinnerungswert aktivierender Anzeigen mehr als sechzig Prozent höher als der schwach aktivierender. Mehr Schaltungen zeigen mehr Wirkung. Erhöhen Sie aber nicht unbedacht die Frequenz auf Kosten der Grösse. Viele Schaltungen von „Miniaturanzeigen“, denen oft kaum Beachtung geschenkt wird, bringen nicht den gewünschten Erfolg.

Regel 9 Kommunikationsumfeld beachten

Beachten Sie das Werbeumfeld (Fachzeitschrift oder Tageszeitung) und das eingesetzte Werbemittel (Flyer oder Inserat). Ein Flyer ist etwas anderes, als ein Plakat, das auf zehn Meter Distanz wirken muss. Stimmen Sie Texte und Gestaltung der Werbung auf das Umfeld ab. Jedes Werbe*mittel erfordert eigene Gestaltungs*grundsätze, die man kennen und berücksichtigen muss.

Regel 10 Kontinuierlich kommunizieren

Kommunikation ist eine Daueraufgabe. Werbung muss kontinuierlich erfolgen, damit sie Wirkung zeigt. Inhalte, Botschaften und Wirkungselemente der Werbung sollten Sie schriftlich festlegen und langfristig anwenden. Erarbeiten Sie auf dieser Grundlage den jährlichen Werbeplan und die darin festgelegten Werbeaktivitäten.

Regel 11 Integriert kommunizieren

Die unterschiedlichen Werbemittel müssen die gleiche Botschaft vermitteln und einheitlich gestaltet sein. Stimmen Sie alle Werbeaktivitäten und Werbemittel aufeinander ab. Auch das Erscheinungsbild Ihrer Firma ist Teil der Werbung. Wenn ein Kunde auf Grund der Werbung in Kontakt mit Ihrem Unternehmen kommt, muss das Bild, das Sie in ihm durch die Werbung aufgebaut haben, mit der Realität übereinstimmen: Die Auskunft am Telefon, das Auftreten der Mitarbeiter, die Einrichtung usw. müssen so sein, wie Sie es versprochen haben. Eine noch so gute Werbung, die nicht hält, was sie verspricht, wird mehr schaden als nützen.

Fazit

Beachten Sie die 11 Kommunikationsregeln und setzen Sie diese konsequent um. Es zahlt sich aus. Vermeiden Sie vorgefertigte, austauschbare Massenwerbung. Prüfen Sie Ihre Marketingpartner und Werbeagenturen eingehend vor der Zusammenarbeit und testen Sie, ob diese über das notwendige Wissen der Werbetechnik verfügen.

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Die Bedeutung der Farben

Juni 7, 2008

Die Hausfarbe ist ein weiteres wichtiges, weil sehr unmittelbar einprägsames Erkennungs- und Unterscheidungsmerkmal für Unternehmen: Shell hat gelb gewählt, die Dresdner Bank grün. Blau ist Aral, Hoechst, Hoesch und Linde. Rot signalisiert Ferrari, Sanyo und Coca-Cola. Blauweiss steht für BMW, durch die rotgelbe Farbe ist der Drive Inn von McDonald’s schon von Ferne zu erkennen. Die Farbe lila ziert schon seit 1901 die Milka-Tafeln.

Allgemein sollte die Hausfarbe Assoziationen wecken, die mit dem Zweck und/oder der Kernaussage des Unternehmens zu tun haben.

Allgemein gültige Assoziationeen zu den Grundfarben:

Schwarz:
Geheimnis, Magie, Dunkelheit, Trauer, Egoismus,
Macht, Eleganz, das Besondere, Würde, etwas
Großes

Rot:
Liebe, Leidenschaft, Lust, Erotik, Wärme, Hitze,
Lebensfreude, Blut, Wut, Zorn, Aggression, Energie,
Kampf, Willensstärke, Dynamik

Grün:
Hoffnung, Wachstum, Ruhe, Zufriedenheit,
Natur, Harmonie, Frieden, Lebendigkeit, Jugend, Sicherheit,
Toleranz, das Giftige, das Herbe

Blau:
Vertrauen, die Sportlichkeit, Ferne, Weite, Tiefe,
Himmel, Sehnsucht, Disziplin, Pflichtbewusstsein,
Treue, Freundschaft, das Männliche

Rosa:
das Zarte, Zärtlichkeit, das Liebliche, Naivität,
das Süsse, das Kleine, Zurückhaltung, Romantik,
Schutzbedürftigkeit, das Weibliche

Gelb:
Neid, Eifersucht, Verlogenheit, Geiz, das Saure,
Signal, Achtung, Licht, Sonne, Leben, Helligkeit,
Sommer, Optimismus, Blumen

Orange:
das Lustige, das Aufdringliche, das Gesellige,
Vergnügen, Heiterkeit, Fröhlichkeit, Feuer, Fruchtbarkeit

Violett:
das Spirituelle, das Religiöse, Mystik, Macht,
Magie, das Unsachliche, das Künstliche, Phantasie

Braun:
Gutbürgerlichkeit, das Angepasste, das Konservative,
das Eingeengte, das Aromatische, die Gemütlichkeit

Grau:
Alter, Würde, Distanz, Seriosität, Neutralität,
Funktionalität, Gefühllosigkeit, Sachlichkeit, Bescheidenheit,
Langeweile

Weiss:
Unschuld, Sauberkeit, Reinheit, Neutralität,
Weisheit, Frömmigkeit, Vertrauen. Sachlichkeit, Helligkeit,
das Sterile

Silber:
Eleganz, Festlichkeit, Kühle, Distanz, das Unkonventionelle,
das Jugendliche, das Originelle

Gold:
das Teure, Pracht, Reichtum, Überfluss, Macht,
Luxus, Glück, Weisheit. Festlichkeit, Angeberei, Genuss

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Trennungsgespräche – die grossen Herausforderungen

Juni 7, 2008

Trennungsgespräche gehören für Führungskräfte zu den grössten Herausforderungen. Wer nicht feinfühlig vorgeht, bringt nicht nur den Gekündigten, sondern auch die verbleibenden Mitarbeiter gegen sich auf.

„Aus wirtschaftlichen Gründen sind wir gezwungen, Ihre Stelle abzubauen.“ Keiner Führungskraft gehen diese Worte leicht über die Lippen. Doch nur die wenigsten Manager bleiben davor verschont, sie einmal auszusprechen. Wer dabei allerdings unsensibel vorgeht, stösst nicht nur den Gekündigten vor den Kopf. Er läuft auch Gefahr, der Arbeitsmotivation der verbleibenden Mitarbeiter einen Dämpfer zu verpassen oder das Image des Unternehmens zu schädigen.

Auch gestandene Manager kommen ins Schwitzen

„Die grössten Schwierigkeiten der Führungskräfte liegen in Trennungsgesprächen in der eigenen Befindlichkeit: Selbst Leute, die im Business fest im Sattel sitzen, kommen in dieser Vier-Augen Situation häufig ins Stottern“, weiß die Outplacementspezialistin Angela Schmidt von Lee Hecht Harrison, Global Partner der Adecco Human Capital Solutions. „Dann gilt es umso mehr, seine Botschaft klar und deutlich zu platzieren und sich nicht auf die Rechtfertigungsschiene bringen zu lassen.“

Dass das nicht immer leicht ist, beschönigt Schmidt nicht. „Man weiss ja nie, wie das Gegenüber reagiert.“ Wut, Zukunftsängste, Aggression, Enttäuschung – mit diesen Reaktionen muss die Führungskraft in dem Gespräch rechnen und sie abfedern können. Dazu zählen beispielsweise Argumentationsketten des Gekündigten, „statt ihm doch kurzerhand den weniger produktiven Kollegen im Nachbarbüro das Kündigungsschreiben zu überreichen“.

Bloss nicht einknicken

Wer dann als Vorgesetzter einknickt, hat ein Problem, sagt Schmidt. „Das muss der Chef aushalten und – so hart das auch klingen mag – immer wieder klarstellen: ‘Die Entscheidung ist gefallen, wir werden uns von Ihnen trennen.’ Ansonsten geht er mit dem Versprechen raus, das ganze mit dem Vorstand noch mal zu besprechen.“

Damit weckt er aber Hoffnungen bei dem Mitarbeiter, die sich in aller Regel nicht erfüllen lassen. Und das erhöht den Frust im Endeffekt nur noch mehr. „Wer dem betreffenden Mitarbeiter stattdessen professionelle Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Job in Form einer Outplacementberatung zusagt, zeigt, dass er den Arbeitnehmer nicht im Stich lässt und dessen Ängste ernst nimmt.“

Chefs stehen sich manchmal selbst im Weg

In Kündigungsgesprächen stehen sich Chefs aber nicht nur in der Absicht, die Wogen zu glätten, manchmal selbst im Weg. Auch das Gegenextrem – die Verdrängung – kann Folgen haben. Denn wer die eigene emotionale Belastung in dem Gespräch einfach von sich wegschiebt, keinen Trost spendet und sich hinter Allgemeinplätzen á la „Kopf hoch – morgen scheint wieder die Sonne“ versteckt, verpasst nicht nur dem betreffenden Mitarbeiter im übertragenen Sinn eine ordentliche Kopfnuss, sondern unter Umständen der ganzen Belegschaft. Denn was sollte den Gekündigten davon abhalten, seiner Abteilung von seiner unmenschlichen „Abfuhr“ zu erzählen?

„Ein Chef büsst auf diese Weise leicht seine Glaubwürdigkeit ein – denn das Team erinnert sich immer daran, wie er sich von dem einstigen Kollegen verabschiedet hat“¸ warnt der Trennungsexperte Dr. Laurenz Andrzejewski. Da komme schnell das Gefühl auf, selbst nur eine austauschbare Nummer unter vielen zu sein, ergänzt Karriereexpertin und Diplom-Psychologin Madeleine Leitner. „Das ist ein fieser Dämpfer für die Arbeitsmotivation.“

Bedauern ausdrücken

Hätte der Vorgesetzte stattdessen zunächst gegenüber dem Betroffenen und später gegenüber dem Team sein Bedauern über die Situation zum Ausdruck gebracht, hätte das das Vertrauen der Belegschaft in das Unternehmen gestärkt. Wenn auch indirekt, so hätte er aber doch unmissverständlich zum Ausdruck gebracht: „Wir achten jeden Mitarbeiter und begreifen jeden Weggang als Verlust.“

Einen Management-Fauxpas begeht aber auch, wer als Chef beim Gesprächseinstieg auf eine zu vertrauliche Atmosphäre setzt. Ein ausführlicher Smalltalk über das Wetter oder die Sorgen der eigenen Kinder in der Schule verbietet sich beispielsweise. Denn je mehr die Führungskraft auf eine betont lockere Stimmung beim Gesprächsauftakt setzt, umso härter schlägt der Mitarbeiter auf, wenn der Chef zum Punkt kommt. Immerhin erwecken derartige Vertraulichkeiten zunächst eher den Eindruck, es ginge um einen Auf- statt um einen Abstieg auf der Karriereleiter.

Nicht um den heissen Brei reden

Setzt der Chef stattdessen auf Konfrontation und lässt dem Mitarbeiter kaum die Chance, sich hinzusetzen, bevor er knapp und schonungslos das Ende der Zusammenarbeit verkündet, bleibt aber auch das nicht ohne Folgen. „Wenn einem der Vorgesetzte die Kündigung so vor den Latz knallt, zeugt das von einer gewissen Arroganz“, betont Karriereexperte Laurenz Andrzejewski. „Ein solches Verhalten ist absolut Fehl am Platz, weil äußerst verletzend.“

Psychologin Madeleine Leitner sieht das genauso. „So kann man mit Menschen nicht umgehen“, findet sie. „Als Chef darf man nie vergessen, dass der Mitarbeiter nun ohnehin in einer schwierigen Situation ist. So ein arrogantes Verhalten zieht ihn unter Umständen noch mehr runter und nimmt ihm vielleicht bei der Suche nach einem neuen Job den Mut.“ Und: Dringt diese unwirsche Art der Personalführung an die Öffentlichkeit, hat die betreffende Firma erstmal auf lange Zeit ein schlechtes Image weg.

Nach fünf Sätzen auf den Punkt kommen

Karriereexperten raten deshalb, innerhalb der ersten fünf Sätze zur Sache zu kommen. Diese Zeit sollten die Vorgesetzten ihrem Angestellten aber lassen – dann ist der auch wirklich im Gespräch angekommen und aufnahmebereit.

Fazit: Wer als Führungskraft in ein Trennungsgespräch geht, sollte sich gut vorbereiten, um langfristige Schäden für die Firma oder die Belegschaft abzuwenden. Die Situation vorher gedanklich durchzuspielen, kann beispielsweise helfen. „Das kann dazu führen, dass man Ecken und Kanten frühzeitig an sich selbst entdeckt und behebt, bevor man Schlimmeres anrichtet“, meint Karriereexpertin Madeleine Leitner. Um sich selbst auf die Schliche zu kommen, helfe es auch, verschiedene Gesprächssituationen mit einem Freund oder dem Lebenspartner vorab durchzuspielen und um Feedback zu bitten.

Nach 20 Minuten zum Schluss kommen

Dabei kann die Führungskraft auch üben, in einem angemessenen Zeitrahmen und mit den richtigen Worten zum Schluss zu kommen, rät Angela Schmidt. „Wenn man sich in Ruhe über alles ausgetauscht hat, sollte man nach etwa 20 Minuten zum Ende kommen, sonst dreht man sich nur noch im Kreis – das ist für beide Seiten unerträglich“, sagt sie.

Wenn die Führungskraft beobachtet, dass es dem Gegenüber schlecht geht, sollte sie den Gekündigten aber nicht einfach aus dem Büro schicken, sondern sich abschliessend nach seinem Zustand erkundigen: „Haben Sie jemanden, mit dem Sie jetzt sprechen möchten oder können, wenn Sie nach Hause kommen? Darf ich Ihnen ein Taxi rufen? Über die Formalitäten unterhalten wir uns in den nächsten Tagen. Kommen Sie erstmal zur Ruhe.“ Schmidts Erfolgsformel: „So viel Empathie wie möglich, so viel Konsequenz wie nötig.“


Gut gefragt – die richtigen Fragen stellen

Juni 7, 2008
Fundierte Entscheidungen kann nur treffen, wer alles weiss. Oder es versteht, die richtigen Fragen zu stellen.

Was wüssten wir von der Welt ohne das Wörtchen warum? Und Menschen, die sich nicht scheuen es zu verwenden, wenn ihnen etwas nicht klar ist? Die Erde wäre vermutlich noch eine Scheibe. „Wer nicht fragt, bleibt dumm“ heisst es so treffend in der Kinderserie Sesamstraße.

Antworten gelten mehr als Fragen

Im beruflichen Alltag geniessen Fragen jedoch meist keinen hohen Stellenwert. Schnell haftet ihnen etwas Zweiflerisches, Zauderndes an. Wer fragt, gesteht Wissenslücken ein und gilt als belehrbar. Insbesondere Führungskräfte aber hängen einem anderen Selbstbild an: Dem des Machers und Entscheiders, der schnell und beherzt Tatsachen schafft.

Hinzu kommt: Fragen kostet Zeit. Nicht zu fragen, kann dafür freilich teuer werden. „Die häufigsten Fehler im Management entstehen dadurch, dass man sich zu sehr damit beschäftigt, die richtigen Antworten zu finden, statt nach den richtigen Fragen zu suchen“.

Offene Fragen führen weiter

Die richtigen Fragen – dazu zählen jene, die nicht zwangsläufig eine erwartete Antwort generieren, sondern Raum für Neues öffnen. Sie zu stellen setzt eine bestimmte Grundhaltung voraus: „Neugier und Offenheit, aber auch die Erkenntnis, sich in einem permanenten Lernprozess zu befinden“.

„Neben fachlicher Kompetenz und einer gewissen Wertschätzung für das Gegenüber braucht es zudem die Fähigkeit, aktiv zuzuhören.“ Letzteres ist mehr als stummes Lauschen. Es bedeutet auch, das Gesagte mit eigenen Worten zu umschreiben und durch eigene Fragen weiter zu spinnen – was wiederum ein gewisses Einfühlungsvermögen voraussetzt.

Mehr als nur ja und nein

Alles weitere ist Technik. Ein unter Managern weit verbreiteter Fehler besteht danach in der Vorliebe für Fragen, die nur ein ja oder nein zulassen: „Geschlossene Fragen haben den Ruf, sehr effektiv zu sein und schnell zum Ziel zu führen“. Neue Informationen fördern sie aber nicht zutage. Welcher Mitarbeiter rückt schon raus mit Problemen, wenn der Chef fragt: „Läuft das Projekt gut?“

Eine offene Frage („Wie läuft das Projekt?“) eröffnet hingegen eine Möglichkeit zum Auszuholen – freilich auf die Gefahr hin, dass sich der Mitarbeiter in unwichtigen Details verliert. „Viele Führungskräfte haben vielleicht sogar ein wenig Angst vor unerwarteten Antworten“. Kanalisieren lässt sich ein Informationsgespräch durch öffnende Fragen („Wo müssen wir Ihrer Meinung nach den Zeitplan anpassen?“) oder schliessende Fragen („Wie zufrieden sind Sie mit dem Projektpartner?“).

Alternativen aufzeigen

Bei der Entscheidungsfindung helfen Alternativ-Fragen („Was meinen Sie, sollen wir Vertriebsweg A oder B wählen?“). Differenziertere Aussagen versprechen so genannte skalierende Fragen („Wie würden Sie die Leistung unseres Partners nach Schulnoten bewerten?“). Um zum Kern eines Problems vorzudringen, empfiehlt sich der sogenannte Fragetrichter.

In der ersten Gesprächsphase („Screening“) ist der Trichter weit. Mit Hilfe offener Fragen versucht man, sich einen Überblick zu verschaffen. Kommen auf Nachfragen keine neuen Aspekte mehr, werden mittels geschlossener Fragen Informationen präzisiert und gefiltert („Focussing“). Um sich dabei nicht in vorgefertigte Hypothesen zu verrennen, empfehlen sich Kontrollfragen wie „Habe ich es richtig verstanden?“. Die kosten zwar Zeit, sichern aber Ergebnisse.

Suggestion und Druck vermeiden

Das aufklärerische Wörtchen „warum“ sollte man im Gespräch freilich besser vermeiden. Der Befragte könne sich leicht unter Druck gesetzt und zu einer Rechtfertigung gezwungen fühlen. Ähnlich verhält es sich mit Suggestionen à la „Sie wollen doch nicht behaupten, dass unsere Produkte Mängel haben?“ Verbal in die Ecke gedrängt, wird das Gegenüber entweder duckmäuserisch verneinen oder auf stur schalten. „Eine Frage ist ein Machtinstrument“. Positiv formuliert: Wer fragt, führt.

Ob in einem Unternehmen überhaupt Fragen gestellt werden, hängt in grossem Masse davon ab, inwieweit Fehler toleriert werden. „Um eine Kultur des Fragens zu etablieren, muss man ganz oben anfangen.“


Arbeitsorganisation – Delegieren und Gestalten

Juni 7, 2008

Anregungen zu Informationsmanagement, Terminplanung und erfolgreichem Delegieren.

1. Effektive Post- und Informationsbearbeitung

Entscheiden Sie möglichst gleich nach Eingang einer Information, was wichtig oder unwichtig ist und ob Sie die Information später wirklich noch benötigen. Können Sie die Frage nach einer späteren Verwendung nicht sofort mit „Ja“ beantworten, entsorgen Sie die Nachricht besser sofort. Sonst sammelt sich im Laufe der Zeit nur ein Berg von Informationsmüll an, den Sie später wieder mühevoll sichten müssen. Eine entsprechende Ordnung sollte auch im virtuellen Postfach herrschen.

2. Arbeitsabläufe rationeller gestalten

Ob Telefonat, Geschäftsbrief oder Besprechung – all dies lässt sich straffer gestalten. Geht man mit einem Ziel vor Augen in ein Meeting, sinkt die Gefahr des Ausuferns. Telefonate sollten zielorientiert und ohne viel Smalltalk geführt werden. Verbindlichkeit und Freundlichkeit lassen sich auch durch wenige Sätze zu Beginn und am Ende des Gesprächs erreichen. Viel weniger aufwändig lassen sich Geschäftsbriefe durch vorgedruckte Kurzbriefe gestalten, bei denen nur noch die gewünschte Aktion des Empfängers und die beigelegte Anlage angekreuzt werden müssen.

Prof. Dr. Lothar Seiwert, anerkannter Zeitmanagement-Experte aus Österreich, empfiehlt auch die Methode der „Sofort-Antwort“, bei der nur ein Antwort-Stichwort wie „Einverstanden“ auf das Original des Geschäftspartners notiert wird. Während man das Original an diesen zurücksendet, kann eine Kopie für die eigenen Akten zurückbehalten werden. Nutzen Sie für Briefe, die doch ausformuliert werden müssen, Vorlagen-Dateien in der Textverarbeitung, die immer wieder mit den aktuellen Gegebenheiten und Daten überschrieben werden können. Ansonsten gilt: Geben Sie Ihrer Sekretärin – ob auf Diktatkassette oder mündlich – möglichst nur Stichworte vor. Und überlegen Sie immer, ob nicht auch ein Anruf den Brief ersetzen könnte.

3. „Nein-sagen“ lernen

Lernen Sie, freundlich, aber bestimmt auch mal „Nein“ zu sagen. Dabei geht es sowohl um das Verschieben auf einen Zeitpunkt, der besser in den eigenen Arbeitsablauf und Tagesplan passt als auch darum, nicht ständig tätigkeitsfremde Aufgaben oder die Arbeit von Kollegen zu übernehmen. Erziehen Sie Kollegen und Mitarbeiter zu selbständigem Arbeiten – durch Hilfe zur Selbsthilfe, gezielte Förderung oder für alle zugängliche Ablauf- oder Standortbeschreibungen und Pläne. Gehören Aufgaben eigentlich nicht zur eigenen Stellenbeschreibung, hilft nur die Abklärung mit dem Vorgesetzten.

4. Delegieren lernen

Beim Delegieren sollte es besonders für Führungskräfte nicht nur um die eigene Entlastung, sondern ebenso darum gehen, das spezielle Fachwissen der Mitarbeiter gezielt zu nutzen. Zum Fördern von Motivation und Leistungsfähigkeit sollten nicht nur Routinetätigkeiten, sondern auch anspruchsvolle Aufgaben – etwa Spezialistentätigkeiten, Detailfragen, Konzepte – delegiert werden. Diese können gegebenfalls auch auf Dauer übernommen werden. Bei Aufgaben, für die intern das Know-how oder die Kapazitäten fehlen, sollten jedoch externe Dienstleister beauftragt werden.

5. Führen eines Terminkalenders

Führen Sie einen (virtuellen) Terminkalender. Outlook-Verwender können Funktionen wie „Aufgaben“ dazu nutzen, später zu Erledigendes auf Wiedervorlage zu legen. So erinnert das Programm automatisch an Aufgaben, die sonst im Tagesgeschäft leicht aus dem Blick geraten, etwa weil sie nur selten oder einmalig anfallen. Blockieren Sie im Kalender rechtzeitig Zeiten, die Sie für die Bearbeitung Ihrer Hauptaufgaben oder für wichtige Projekte benötigen. So kann Ihnen das Tagesgeschäft nicht immer wieder kurzfristig dazwischenkommen. Das ist besonders dann notwendig, wenn auch andere Ihnen Termine setzen können.


Zwischen Jagdinstinkt und Tastatur

Juni 7, 2008

Zugegeben – die Zeiten von Büffeljagd und Brautwerbung mit der Keule sind vorbei. Doch die gesellschaftliche Übung allein überzeugt noch lange nicht den Jäger- und Sammler-Stoffwechsel.

Den Kunden zu verprügeln oder einfach wegzurennen, wie wir es als Savannenläufer in der Jungsteinzeit bei Stress gewohnt waren, gilt heute nicht mehr als angebracht. Wir sind innerhalb eines Menschenalters vom Muskel- zum Nervenarbeiter mutiert. Geblieben sind die archaischen Reflexe bei Anspannung: Adrenalin wird ausgeschüttet, Adern verengen sich, das überschüssige Cholesterin lagert sich infarktgefährlich an den Aterien ab, weil es nicht verbrannt wird, weil wir eben doch auf dem Bürostuhl sitzen bleiben, den Aufzug benutzen, im Auto nach Hause fahren.

Der müde Manager

Der Manager von heute verbraucht 600 Kilokalorien am Tag weniger als vor 25 Jahren, er geht nur noch zwei Kilometer am Tag statt 20 Kilometer vor 50 Jahren. Allein das schnurlose Telefon spart uns 20 Kilometer Weg im Jahr. Die normale Muskelspannung ist in den vergangenen 20 Jahren deutlich angestiegen – ein Muskel, der nur zu einem Drittel angespannt ist, verhindert jede weitere Durchblutung. Über 80 Prozent der Kopfschmerzen sind von verspannter Nackenmuskulatur verursacht. Schon die 40jährigen leiden an Knorpeldeformationen – weil ihre kaum bewegten Gelenke nicht versorgt werden. 17.000 Stunden unseres Berufslebens verbringen wir im Stau. Bewegungsmangel verursacht 80 Prozent aller Zivilisationskrankheiten wie Herzkreislaufstörungen, Krebs, Gelenkdeformationen, Bandscheibenprobleme, Schlaflosigkeit oder Kopfschmerzen. Neun von zehn Herzinfarkten entstehen durch mangelnde Bewegung zusammen mit falscher Ernährung.

Solange die Politik sich mit Kosten und Umverteilen statt mit Gesundheit beschäftigt, steckt in bewegten Mitarbeitern für die Wirtschaft mehr Produktivitätspotential als in schnelleren Computern, sagt Gert von Kunhardt, Bad Malente, ehemaliger Fünfkampf-Vizeweltmeister und Sportdezernent der Bundeswehr, der heute Manager und Firmen bei Gesundheitsfitness berät. „Muskeln sind ja nicht nur zur Bewegung da – sie sind das Stoffwechsel-Organ: Sie können jeden Stoff selber herstellen, der sonst mal eben schnell als Medikament geschluckt wird.“

Das Problem: Gesundheit und Ausdauer hätten nichts mit den Vorstellungswelten zu tun, die uns Werbespots vermitteln oder die neonbunten, ewig jungen Fitness-Clowns, die den Arbeitsstreß in den Feierabend verlängern. Im Gegenteil: „Es dauert eine Viertelstunde, bis sich der Körper auf den neuen Sauerstoffbedarf eingestellt hat.“ Schnelles Joggen und Leistungssport produzieren freie Radikale, also Abfallprodukte des Stoffwechsels, die das Immunsystem und die Zellen schädigen und das Altern beschleunigen. „Und sie entmutigen, vermiesen den Spaß an Bewegung.“ So geben die meisten schnell wieder auf.

Immer in Bewegung – aber in Maßen!

Die Lösung: „Nur stressfrei optimiert der Körper seinen Organismus.“ Nur moderate Bewegung baut das Immunsystem auf, nur dann produziert der Körper Fett verbrennende Enzyme. Nicht der Marathonlauf ist also das Ziel, sondern ein durchweg bewegtes Leben: Jedes Dehnen, jedes Fingerschnippen erhöht den Stoffwechsel in den Muskeln und damit den körpereigenen Zellen-Reparaturbetrieb. Im Stehen telefonieren, Schulter rückwärtsrollen, Kopfbewegungen, Zähneputzen in der Abfahrtshocke – jedes „Minutentraining“ bringt Gewinn, Lebensenergie, Gesundheit. Dreimal in der Woche 15 Minuten langsames joggen, so langsam, dass man sich subjektiv unterfordert fühlt, kostet weder Geld, Zeit noch Anstrengung, lässt sich aber nicht delegieren.

Tastatur statt Jäger-Keule

Wer beim Denken im Großraumbüro auf und ab geht, sollte bewundert, nicht belächelt werden, meint Gert von Kunhardt: „Betrachten Sie die Spazier-Denkrunde um das Bürogebäude als Teil der Arbeit. Stellen Sie ein Trampolin oder ähnliches auf, damit Mitarbeiter dort in fünf Minuten soviel Sauerstoff aufnehmen können wie sonst bei einem 3000-Meter-Lauf. Verbringen Sie den Betriebsausflug nicht im Bus und Restaurant, sondern wandern Sie. Befördern Sie gesunde Bewegung in den Rang betrieblicher Weiterbildung.“ Unternehmen wie General Electric, Control Data, Mesa Petroleum sparten durch Fitness-Investitionen im Durchschnitt 50% der sonst üblichen Kosten. Pepsi-Cola investierte 1 $ pro Mitarbeiter und sparte dadurch 3 $. Der für das Savannenlaufen (nicht Leistungsjoggen) konstruierte Steinzeitmensch tauge dann auch als Informationsarbeiter.