
Die Pyramiden stehen in der Stadt Güimar, dem landwirtschaftliche Zentrum des Südens und nur 20 Autominuten vom Flughafen entfernt. Es liegt genau zwischen der Touristenhochburg Playa de las Americas und der Hauptstadt Santa Cruz. Die Pyramiden findet man etwa 1 km nordwestlich von der Kirche entfernt in der Mitte Güimars im Stadtteil Chacona. Hier hat Thor Heyerdahl mit finanzieller Unterstützung des norwegischen Reeder Fred Olsen ab 1992 einen Park um die Pyramiden und ein Museum geschaffen, dass sich seiner Theorie über den Kulturaustausch der Völker auf dem Seeweg vor vielen Jahrtausenden widmet. Heyerdahl wurde berühmt durch seine Atlantik- und Pazifiküberquerungen mit altertümlichen Schiffstypen, vielen kennen seine Bücher und Filme über das ägyptische Papyrusboot Ra oder das peruanische Balsaholzfloß Kon-Tiki. Inspiriert wurde seine wissenschaftliche Arbeit durch die ärchäologischen Funde von Darstellungen seefahrender bärtiger Männer auf allen Kontinenten und Hochkulturen der Erde.
Anfang 1990 verbrachte Thor Heyerdahl seinen Urlaub auf Teneriffa, nachdem er im Norden Perus mit einem internationalen Team Lehmziegelpyramiden ausgegraben hatte die noch vor der Kultur der Inkas errichtet wurden. Einheimische machten ihn auf die Geröllhaufen in Güimar aufmerksam und Heyerdahl erkannte sofort ihr archäologisches Potenzial, den das war genau das gesuchte “missing link” seines Lebenswerkes. Er fand eindeutig Pyramiden – Stufenpyramiden wie wir sie aus Mittelamerika, aber auch aus Nordafrika, Europa und Asien kennen. Von Archäologen der Universität von La Laguna/Teneriffa durchgeführte Vermessungen und Probeausgrabungen bestätigten Heyerdahls Überzeugungen.
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