
Während die vulkanische Entwicklung der östlichen Inseln bereits vor über 20 Millionen Jahren begann, hoben sich die ältesten Gebirgsstöcke Teneriffas erst erheblich später (vor 8 bis 12 Millionen Jahren) in mehreren Schüben aus dem Atlantik. Bis vor 3 Mio. Jahren existierten vermutlich mit dem Anagagebirge, dem Tenomassiv und den Bergen bei Adeje und Valle San Lorenzo drei Inseln. Sie wurden in einem gewaltigen vulkanischen Prozess, bei dem sich das mächtige Rückgrat der Insel, die Cumbre Dorsal, und der riesige, zentrale Urvulkan gebildet haben, zum heutigen Teneriffa verschmolzen. Vermutlich hat dieser Urvulkan seine Kuppel nicht abgesprengt, sondern ist partiell wieder in sich zusammen gesunken und hat so einen der grössten Einsturzkrater der Welt, die Cañadas, zurückgelassen. Der ovale Krater misst an seiner Längsachse 17km. Vor 500.000 Jahren setzte die bislang letzte Phase des Vulkanismus auf Teneriffa ein. Zunächst warf sich der Pico Viejo auf und später der höhere Pico del Teide. Letzerer hat sich noch einen schwefeligen Zuckerhut aufgesetzt. Der letzte Vulkanausbruch auf Teneriffa fand 1909 oberhalb von Santiago del Teide statt.
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